Wer einen Windows  Small Business Server 2011 ® betreibt, erkennt schnell, dass sich die Speicherauslastung im Normalbetrieb auf bis zu 98% hochschrauben kann. Der neue Server, der eigentlich schnell sein sollte, verhält sich ziemlich träge, wenn man ihn direkt administriert.
Wer via Task-Manager genauer analysiert und sich „Prozesse aller Benutzer“ und die Prozess-ID (PID) anzeigen lässt, identifiziert schnell die Speicherfresser: Neben der store.exe (dem Exchange Informationsspeicherdienst) sind dies i.d.R. drei sqlsrvr.exe Prozesse.

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Mit Hilfe des SQL-Konfigurations-Managers werden die zugehörigen Datenbank-Dienste identifiziert: dies sind die Windows Internal Database (MICROSOFT##SSEE), SHAREPOINT und SBSMONITORING. Die auch WID genannte MICROSOFT##SSEE wird hauptsächlich für Komponenten wie Sharepoint Services und den Windows Server Update Services für Verwaltungsaufgaben verwendet.

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Über die folgenden Schritte lassen sich für die einzelnen SQL-Instanzen nun Grenzwerte festlegen, die dem Speicherhunger Einhalt gebieten:

  • winsbs2k11_sql05Starten Sie das SQL Server Management Studio „als Administrator“ und melden Sie sich bei der ersten Instanz SHAREPOINT bwz. SBSMONITORING an.
  • Gehen Sie mit der rechten Maustaste in die Einstellungen und dort auf die Seite „Arbeitsspeicher“. Hier können Sie die Einstellungen für die maximale Arbeitsspeicher-Grenze einstellen.

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  • Für SHAREPOINT können durchaus nur 512 MB eingestellt werden, falls es in Ihrer Unternehmensgröße gar nicht verwendet wird. Für SBSMONITORING reichen 512 MB in jedem Fall.
    Übernehmen Sie die Änderungen. Bekommen Sie jetzt eine Fehlermeldung, haben Sie das SQL Server Management Studio nicht mit Administrator-Rechten gestartet.

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Für die Windows Internal Database (MICROSOFT##SSEE) funktioniert die o.g. Prozedur jedoch nicht. Sie bekommen u.U. beim Anmelde-Versuch im Management Studio folgende Fehlermeldung:

Hier führt der Weg über die Konsole: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung cmd.exe „als Administrator“ und geben folgende Befehle ein:

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osql -E -S \\.\pipe\mssql$microsoft##ssee\sql\query
exec sp_configure 'show advanced option', '1';
reconfigure;
exec sp_configure 'max server memory', 1024;
reconfigure with override;
go
quit

So wird der Speichergrenzwert für die WID auf 1 GB gestellt. Danach wechseln Sie wieder in den SQL Konfigurations-Manager und starten die einzelnen SQL-Dienste neu. Danach ist deutlich mehr Speicher frei und der Server hat somit mehr freie Resourcen zur Verfügung.

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