Es ist bekannt, dass ein Windows PC im Laufe der Nutzung dazu neigt, immer langsamer zu werden. Das Aufräumen von Windows XP ist nicht so schwierig, wie es häufig vermutet wird. Oft helfen Ihnen bereits ein paar Kleinigkeiten mit den richtigen Tools, den Rechner wieder schneller zu machen:

  1. Virenbefall ausschließen! Bevor Sie beginnen, viel Zeit für die weitere Systempflege aufzuwenden, ist sicher zu stellen, dass der PC nicht die neue Heimat diverser Schadprogramme geworden ist. Für einen schnellen Test empfiehlt sich Microsofts „Tool zum Entfernen bösartiger Software„. Wenn Sie einen veralteten oder gar keinen Virenscanner auf dem System haben, empfiehlt sich, mit einem zeitgemäßen Programm einen vollständigen Scan durch laufen zu lassen. Hier bevorzugen wir z. B. avast! Cleaner oder die 30 Tage Demo von Kaspersky und gerne immer öfter Eset NOD32.
    Mal-, Spyware und RootKits entfernen Sie mit Spybot – Search & Destroy oder auch dem Avast! AntiRootKit Tool.
  2. Im nächsten Schritt sollten Sie den Start von unnützer Software vereiteln. Da die hier geeigneten Tools meist ganze Suiten zum Tunen von Windows sind, konzentrieren wir uns auf den Einsatz von ein paar etablierten Helfern: AutoRuns (Analyse von AutoStart-Einträgen), RegSeekerCCleaner und DiskCleaner (Löschen von temporären Daten, AutoStart-Einträgen, Registry-Fehlerbehebung) sind unsere erste Wahl. Beenden Sie auch soweit möglich alle Hilfsprogramme im SystemTray (rechts unten 😉 neben der Uhr), die Sie nicht unbedingt brauchen. Immer wieder auftauchende Kandidaten sind hier Schnellstart-Einträge von Adobe Reader, OpenOffice oder Microsoft Office; aber auch gerne Icons von Mauspads oder Ihrer Soundkarte bremsen oft. CCleaner lässt sich für die besonderen Härtefälle automatisieren, so dass beim Hochfahren von Windows eine automatische Reinigung stattfindet.
    Besondere Beachtung als Systembremse verdient der AOL InstantMessenger in der Version 6.x – nutzen Sie lieber die Vorgänger-Version 5 oder wechseln auf einen alternativen IM-Client wie Trillian etc.
  3. Überprüfen Sie, welche Werte für den temporären Speicher (in der Systemsteuerung unter System Erweitert Systemleistung, hier bei EinstellungenErweitert Virtueller Arbeitsspeicher) eingetragen sind. Trotz vieler anders lautender Meldungen im Internet, hat es sich bewährt, den minimalen Wert bei 75% und den maximalen Wert auf 150% vom physikalischen Arbeitsspeicher einzutragen. Wenn möglich verlegen Sie den Ort des virtuellen Speichers von C: auf ein anderes Laufwerk oder eine Partition; falls Ihre Startpartition C: auf einem RAID beheimatet ist, sollten Sie den virtuellen Speicher immer auf eine Partition einer einzeln/direkt angeschlossenen Festplatte legen.
  4. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich an die Systemvariablen TEMP und TMP auf einen zentralen Platz zu verlegen. Erstellen Sie auf C: ein Verzeichnis TMP und tragen Sie dieses als Pfad für TEMP und TMP (Systemsteuerung: System Erweitert Umgebungsvariablen) ein. Mit einem einfachen Befehl in einer Batch-Datei lässt sich nun der Inhalt von C:\TMP regelmässig löschen.
  5. Verringern Sie unter den Internetoptionen (Systemsteuerung: Internetoptionen) den zu verwendenden Speicherplatz für temporäre Internetdateien auf die empfohlenen Mindestwerte. Verschieben Sie jetzt das Verzeichnis für die temporären Internetdateien auch auf C:\TMP. Sie müssen sich jetzt einmal ab- und wieder anmelden.
  6. Windows XP sucht nach dem Start automatisch nach Datenfreigaben im Netzwerk. Dieser Vorgang bindet über lange Zeit Systemresourcen. Sie können dieses Verhalten aber einfach deaktivieren: Klicken Sie im Menü auf „Extras“, danach auf den Unterpunkt „Ordneroptionen“. Jetzt wählen Sie die Registrierkarte „Ansicht“ und deaktivieren den automatischen Suchvorgang.
  7. In jedem Fall sollten Sie Ihre Festplatte auf Fehler untersuchen lassen: Klicken Sie rechts auf das Festplatten-Symbol C: und wählen Sie EigenschaftenExtras Fehlerüberprüfung. Aktivieren Sie hier beide Optionen und wählen Starten. Beim nächsten Boot-Vorgang untersucht und repariert Windows nun Ihr Festplattenverzeichnis.
  8. Abschliessend starten Sie die Defragementierung für alle Laufwerke, z. B. für C: wieder unter den Laufwerks-Eigenschaften bei Extras Defragmentierung.

Weitere Tipps finden Sie auch in unserer IT-Schutzfibel, die Sie hier erhalten können.

Obwohl wir mit dieser Prozedur fast immer gute Resultate erzielen, übernehmen wir keine Gewähr oder Verantwortung für etwaige Fehler, die auf Ihrem System auftreten. Bei der Vielzahl an verschiedenen Komponenten und Systemständen bzw. Treiber-/BIOS-Versionen ist es unmöglich ohne Sichtung des Systems allgemein gültige und verbindliche Aussagen zu veröffentlichen.

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